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Positionspapier: Supervision und Coaching im kirchlichen Feld

1. Supervision und Coaching als professionelle Beratungsformen

1.1 Supervision und Coaching sind professionelle Beratungsformen zur Reflexion beruflicher Beziehungen und der eigenen beruflichen Rolle.

Mit Coaching wird oftmals Supervision für Führungskräfte bezeichnet. Vielfach spricht man von Coaching …

  • wenn in einer Führungsfrage kurzfristig Antworten und adäquate Handlungsstrategien gesucht werden;
  • wenn in einer neuen Aufgabe konkrete Hilfestellungen für das eigene Handeln benötigt werden;
  • wenn es gilt, eine ungewöhnliche Situation erfolgreich zu meistern;
  • wenn die Situation einen möglichst flexiblen Beratungsrahmen erfordert.


1.2 Ziele von Supervision und Coaching sind die Sicherung und Verbesserung der Qualität der Arbeit und die Erhöhung der Arbeitszufriedenheit des Einzelnen. Dazu gehört auch die Entlastung von destruktivem Stress, sowie angemessener Umgang mit Erwartungsdruck durch zunehmende Arbeitsverdichtung in Verbindung mit der Sensibilisierung für die „inneren und äußeren Antreiber“.

1.3 Supervision und Coaching setzen sich konstruktiv mit Erlebnissen, Problemen, Konflikten und Fragen aus dem beruflichen Alltag auseinander.

1.4 Rollenfindung, Wahrnehmung der Führungsaufgabe, Teamarbeit, Gestaltung institutioneller Rahmenbedingungen, Konfliktbearbeitung und Work-Life-Balance (Burnout-Prophylaxe) – das sind Themenbereiche, zu denen Supervision und Coaching wichtige Impulse zu besserem und vertieftem Verstehen und damit zur Erweiterung der Handlungsspielräume geben können.

1.5 Supervision und Coaching sind lösungs- und ressourcenorientiert. Sie weiten den Blick für unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten und bedenken die Auswirkungen verschiedener Lösungswege.

1.6 Supervision und Coaching unterliegen einer hohen Vertraulichkeit.

1.7 Supervision und Coaching sind Angebote für Einzelne, Gruppen oder Teams.